Wie die Meeresverschmutzung den Verzehr von Fisch gefährlich macht

Der Verzehr von Fisch wird zumindest ein bis zweimal in der Woche empfohlen, da dieser reich an essenziellen Fettsäuren, Vitaminen und Mineralien ist und dem allgemeinem Wohlbefinden gut tut. Leider hört man aber immer öfter von den Gefahren, die mit dem Fischverzehr einhergehen, die mittlerweile nicht nur für Schwangere, Stillende und Kleinkinder ein Risiko darstellen.

Neben Parasiten und Bakterien finden sich leider immer öfter in einer Vielzahl von Fischsorten auch Dioxine und Schwermetalle, die bei hohen Werten ein Gesundheitsrisiko darstellen. Diese mit der Umweltverschmutzung und falschen Lagerung verbundenen Gefahren führen oft dazu, dass Konsumenten, die mittlerweile immer gesundheitsbewusster werden, den Fisch aus ihrer Diät (zumindest temporär) auslassen. Wem aber vor allem die Zufuhr wichtiger Fettsäuren wichtig ist und aus den oben genannten Gründen auf den Fischverzehr lieber verzichten würde, kann sich für die Nahrungsergänzung entscheiden. Firmen wie Glucosamine bieten Kapseln mit hoher Konzentration an Omega-3-Fettsäuren an, welche sogar während der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden können.

Und worauf sollten Fisch-Gourments beim Fischkauf besonders achten? Wie können sie sich schützen, wenn sie auf dem Teller gesunden Fisch haben wollen? Ein großes Risiko besteht noch immer bei der falschen Lagerung. Die Kühlkette wird häufig beim Transport vom Supermarkt nach Hause zu lange unterbrochen, Keime vermehren sich rasant, Würmer und Listerien können zu Erkrankungen wie Durchfall und allgemeinem Unwohlsein kommen.

In Tropenländern macht man sich vor allem wegen Ciguatoxin Sorgen. Dieses Gift wird von Einzellern auf Korallen produziert und von Fischen wie Barracuda, Zackenbarsch oder Stachelmakrele aufgenommen und gelangt somit in die Nahrungskette. Europäische Touristen sollten in Tropenländern deshalb auf bestimmte Fischsorten lieber verzichten. Parasiten und Bakterien überleben jedoch keine große Hitze oder Kälte und sterben bei Temperaturen über 60 Grad Celsius und unter 18 Grad Celsius ab.

Schwieriger wird es bei der Meeresverschmutzung. Chemischen Rückständen gelangen durch Brände, spezielle Schiffslacke oder Aquakulturen in das Meer und bleiben im Fisch auch wenn man es kocht oder gefriert. Deswegen sollte vor allem auf die Herkunft der Ware geachtet werden, beispielsweise ist von Wels aus bestimmten Aquakulturen abzuraten. Auch Garnelen und Zuchtlachs aus Aquakulturen enthalten oft Chloramphenicol und Nitrofurane durch Antibiotika. Dioxine, die Fett lieben und sich deshalb besonders gut an fetthaltigem Fisch wie Hering anreichern, sowie Chlorverbindungen gelangen durch Brände in die Gewässer, werden vom Plankton und letzten Endes von den Speisefischen aufgenommen. Laut Greenpeace, der einen aktuellen Einkaufsratgeber für verunsicherte Verbraucher bereitgestellt hat, sollte zudem z.B. auf Heringe aus dem Nordwest und Nordost Atlantik verzichtet werden.

Auch wenn in Deutschland selten die vorgegebenen Grenzwerte durch chemische Belastungen, Schwermetalle und andere Giftstoffe überschritten werden, sollte der Verbraucher genau auf die Herkunft achten oder aber direkt auf Bio-Ware mit dem Bioland-Label umsteigen. Dann kann man den Fisch ganz ruhig genießen.

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