Klimaschutzbericht 2011: Umweltbundesamt und WKO beleuchten Ergebnisse

Wien (OTS) – Am 12. Juli stellte das Umweltbundesamt den
Klimaschutzbericht 2011 in der Wirtschaftskammer vor. Einigkeit
herrschte darüber, dass die Situation diffenziert zu betrachten ist:
Die Treibhausgasemissionen sind seit 2005 rückläufig; bis zum Ende
der Kyoto-Zielperiode rechnen die ExpertInnen mit einem Fehlbetrag
von ca. 30 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent.

“Der Klimaschutzbericht des Umweltbundesamt zeigt, dass der
Aufwärtstrend an Emissionen gestoppt ist, der Abstand zum Kyoto-Ziel
betrug 2009 immer noch 11 Millionen Tonnen. Das soll sich zukünftig,
mit Blick auf die 2020 Ziele, nicht wiederholen”, resümiert Stephan
Schwarzer, Leiter der Abteilung Umwelt- und Energiepolitik in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Jürgen Schneider, Programmleiter
Wirtschaft & Wirkung im Umweltbundesamt: “Unsere Modellierungen
zeigen, dass wir es in der Hand haben, die verbindlichen Klimaziele
bis 2020 durch Maßnahmen im Inland zu erreichen. Die Maßnahmen in den
Bereichen erneuerbare Energieträger und Energieeffizienz zeigen
Wirkung.”

Ausblick 2020

Die größten Potenziale zur Verringerung der Treibhausgasemissionen
in jenen Bereichen, die nicht dem Emissionshandel unterliegen, sieht
Jürgen Schneider in den Sektoren Verkehr und Raumwärme. Für Stephan
Schwarzer sind der Gebäudesektor und eine Erhöhung der Sanierungsrate
vorrangig zur Erreichung der Klimaziele bis 2020. Die gute Nachricht
im Klimaschutzbericht, so Schwarzer, sei, dass es der Wirtschaft
gelungen ist, die CO2-Emissionen und den Energieverbrauch vom
Wachstum der Produktion abzukoppeln. Während Schneider in allen
Bereichen Reduktionsbedarf erkennt, sieht Schwarzer wenig Spielraum
im produzierenden Sektor.

Klimaschutzbericht 2011

Im Klimaschutzbericht analysiert das Umweltbundesamt jährlich die
sektoralen Trends und wirtschaftliche Einflussfaktoren der
Treibhausgasemissionen in Österreich seit 1990 und stellt sie
nationalen, europäischen und internationalen umweltpolitischen Zielen
gegenüber. Die Daten für den Klimaschutzbericht stammen aus der
nationalen Treibhausgas-Inventur, die das Umweltbundesamt jährlich
erstellt.

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