E-Control: Netzentwicklungsplan – wie der (Öko)Strom zum Kunden kommt

Wien (OTS) – Das zuletzt beschlossene Ökostromgesetz sieht einen
weiteren Ausbau der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energieträgern
vor, sowohl was den Ausbau der Windkraft, als auch der Photovoltaik
aber auch der Wasserkraft betrifft. „Die Produktion von mehr Ökostrom
ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der österreichischen
Erzeugung. Es muss aber auch gewährleistet werden, dass der Ökostrom
dann auch zu den Konsumenten transportiert werden kann. Der heute vom
Übertragungsnetzbetreiber Austrian Power Grid AG (APG) zur
Konsultation veröffentlichte sogenannte
Zehn-Jahres-Netzentwicklungsplan soll gewährleisten, dass der
Transport von Strom zum Konsumenten weiterhin auch tatsächlich nach
Wunsch erfolgen kann.“, so der Vorstand der Energie-Control Austria,
Mag. (FH) Martin Graf.

Basis für Infrastrukturausbau

Generell sind leistungsfähige Übertragungsnetze für die Umsetzung
energiepolitischer Zielvorgaben sowohl auf nationaler als auch
internationaler Ebene unerlässlich. „Die Übertragungsnetze stehen vor
großen Herausforderungen, vor allem durch die weitere Integration der
erneuerbaren Energieträger. Nicht nur das Ökostromgesetz, sondern
auch die 20/20/20-Klimaziele der europäischen Union machen den Ausbau
der Übertragungsinfrastruktur notwendig. Zudem können nur
leistungsfähige Übertragungsnetze die Versorgungssicherheit in
gewohnter Weise gewährleisten. Und auch für das Funktionieren eines
integrierten europaweiten Binnenmarktes sind diese eine wichtige
Voraussetzung.“, so Martin Graf weiter.

Infrastruktur braucht Planung

Die Einführung eines langfristigen verbindlichen
Planungsinstruments stellt einen Eckpfeiler des 3.
EU-Binnenmarktpakets dar. Die in Umsetzung der EU-Vorgaben erlassene
Neufassung des ElWOG verpflichtet Übertragungsnetzbetreiber dazu,
jährlich einen zehnjährigen Netzentwicklungsplan zu erstellen, der
von der Regulierungsbehörde E-Control genehmigt werden muss. Darin
müssen Angaben darüber geliefert werden, welche wichtigen
Übertragungsinfrastrukturen in den nächsten zehn Jahren errichtet
oder ausgebaut werden müssen, alle bereits beschlossenen
Investitionen aufgelistet und die neuen Investitionen bestimmt
werden, die in den nächsten drei Jahren durchgeführt werden müssen
sowie ein Zeitplan für alle Investitionsprojekte dargestellt werden.
Der von der APG nun zur Konsultation veröffentlichte
Netzentwicklungsplan soll bis Anfang September bei der
Regulierungsbehörde zur Genehmigung eingereicht werden.“ so Martin
Graf.

E-Control unterstützt Investitionen

Das Instrument des Zehn-Jahres-Netzentwicklungsplans wird von der
E-Control sehr begrüßt. „Bereits in den vergangenen Jahren wurden
durch die E-Control die Rahmenbedingungen und Anreize für die
Durchführung der größten Investitionen in das Übertragungsnetz
unterstützt und laufend verbessert. Mit dem vorliegenden
Zehn-Jahres-Netzentwicklungsplan gibt es nun noch mehr
Planungssicherheit und Grundlage einer langfristig sicheren
Versorgung mit Elektrizität. Klar ist aber auch, dass Planung nur der
erste Schritt zur weiteren Stärkung unserer
Übertragungsnetzinfrastruktur ist, weitere Herausforderungen vor
allem in den einzelnen Projektgenehmigungsverfahren folgen noch. Die
derzeit von der EU-Kommission angestellten Überlegungen für eine
beschleunigte Umsetzung vorrangiger Projekte von europäischem
Interesse sind daher zu unterstützen“, so Martin Graf abschließend.

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